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Technik vs. Technik in der Meditation?

SOULMASTERY

Technik vs. Technik in Sachen Meditation?! Ist die moderne neurowissenschaftlich basierte Technik ein Widerspruch zum traditionellen Weg der Reise in das “Selbst?”

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Die Wissenschaft macht große Schritte und kann in den letzten Jahren im Bereich Meditation immer mehr mit Studien und “Fakten” das unterfüttern, was seit tausenden von Jahren in verschiedenen Kulturen und Philosophien überliefert wird. Ist das eine durchweg erfreuliche Entwicklung? Mit neuen Sensoren und Geräten können heute Gehirnströme gemessen und sogar in ersten Ansätzen von Mensch zu Mensch übertragen werden (gemapped). Das Gehirn wird immer mehr und mehr zu einem vermeintlich kartierten Gebiet. Konzentration und vermeintlich Meditation kann damit trainiert und schnell „erlernt“ werden. Mentale Probleme können damit z.T. nachweislich schnell geheilt werden.

 Schwindet damit die Mystik? Ist das der schleichende Tod der Spiritualität und der „unvermeidliche“ Sieg der Wissenschaft?

 Wie steht diese Entwicklung im Verhältnis zur ursprünglichen Idee der Meditation? 

Aus unserer Sicht ist der Fortschritt (wie immer) ein Segen, der aber richtig eingeordnet und auch dementsprechend genutzt werden sollte. Es ist super hilfreich für die heutige faktenbasierte und materialistisch orientierte Ordnung der Dinge die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu haben. Sie erlauben immer mehr Menschen sich dem Thema zu nähern und damit sich selbst zu “heilen” bzw. sich in die Mitte (Medi) zu bringen. Es sieht so aus, als könnte die Wissenschaft etwas Licht ins Dunkel bringen. Wenn man eine Metapher bemühen möchte, stellen sich die Wissenschaftler das so vor, als wären die herkömmlichen Techniken ein Mensch, der in einem dunklen Raum nach dem Lichtschalter tastet. In der Vergangenheit gab es sogenannte „Master“ und „Gurus“, die einem eine Kerze in die Hand gegeben haben auf dieser Suche. Die Wissenschaft sieht sich da eher wie eine Taschenlampe – technischer Fortschritt halt.

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Wie immer, hat auch dieses Schwert aber zwei Schneiden. Was einerseits als eine Erleichterung und Beschleunigung auf dem Weg der „Heilung“ zu sein scheint, kann dabei irreführend sein. Man kann den wahren Hintergrund des meditativen Lebenswegs und Mindsets übersehen. Ja – Tools, Gadgets, Helme und Sensoren helfen Menschen in Not bzw. in akuter Erkrankung an Stress und sonstigen psychischen Problemen besser und schneller da raus zu finden und da ist es eine wundervolle Sache, aber….

Vergleicht man das mit der Analysis – ist der wissenschaftliche Ansatz als die notwendige Bedingung auf der Suche nach dem Optimum zu sehen. Es ist eben (noch) nicht die hinreichende Bedingung.

 

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Der Weg ist das Ziel“ steht öfters mal auf einem Yogi-Tee Beutel oder dem Achtsamkeitskalender. Was sich so platt anhört, ist jedoch eine wichtige Botschaft auf der Reise in das „selbst“. Wer sich in die Meditation begibt, hat oft einige Fragen, die ihn treiben. Manchmal ist es die Suche nach Antworten auf die dringen Fragen: „Wer bin ich?“, „Warum bin ich hier?“, „Was ist das „hier“? usw. – für andere ist es ein tieferes Bedürfnis nach der heutzutage fast verlorengegangener Spiritualität. Manche finden wiederum religiöse Erfahrungen in der Meditation. Dies sind alles Begriffe, das als mystisch und esoterisch Abgetane zu umschreiben.

Was die Wissenschaft heute (vermutlich noch) nicht zu sagen vermag ist – was passiert im sogenannten Geist/Seele/Wesen des meditierenden Menschen. Es kann uns die Filter der Realität nicht erkennen lassen, es hilft uns nicht vieles des Unbewussten bewusst zu machen. Es ermöglicht nicht die Verbindung mit dem (je nach Sichtweise) Höheren oder Innersten (Freud nannte es „Über-ich“, Mystiker nannten es „Überbewusstsein“, die Kirche „Gott“).

Die Wissenschaft kann bisher immer nur das Thema beschreiben aber nicht in den Kern vordringen. Es ist eben das alte Thema der Objektivität. Objektiv kann man halt nicht in ein Subjekt vordringen und es gibt kaum etwas subjektiveres als die Reise ins „ich“.

Unser Fazit ist daher die Nutzung der Technik und Technologie als unterstützende Maßnahme zu nutzen, aber eben auch den Stellenwert nicht zu überbewerten. Wenn eine nachhaltige Veränderung im Mindset angestrebt wird, ist die meditative Praxis mit sich, in sich und für sich unausweichlich. Die Wissenschaft kann beim Start helfen und den Einstieg erleichtern. Es ist definitiv empfehlenswert für einen Zustand, der von dem allgemeinen Bild des psychisch „gesunden“ Menschen abweicht. Die Gefahr lauert allerdings in der Beraubung des Selbst in der Erfahrung des besagten Weges, der ja das Ziel darstellen soll (sofern man den tiefen Weisheiten des Yogi-Tees glauben mag :-)).

 Macht bringt wie immer Verantwortung mit sich.

Die neue Technik und Gehirnforschung in Verbindung mit der Meditation ist Macht. Diese braucht Verantwortung. Es besteht die Gefahr der Abhängigkeit von der Technik. So kann man den „Absprung“ verpassen und statt der Transformation und Erkenntnis diese Praxis lediglich als „Pille“ nutzen gegen Kopfschmerzen der anderen Art. Natürlich schwingt da auch die Angst der weiteren Ausbeutung unter dem Deckmantel der Produktivität mit. So könnte ein Unternehmen dazu tendieren Mitarbeiter durch diese meditativ-technischen Ansätze immer wieder „gesunden“ zu lassen und weiter laufen zu lassen.

 Wie immer ist die Mitte „golden“

Für uns ist der Fortschritt der Technik ein Geschenk. Es ermöglicht uns auch die große Skepsis der Technokraten unserer Zeit aufzulösen. Es erlaubt immer mehr Menschen den Zugang zu den wichtigen Fragen nach Erfüllung, Selbstfindung und Transzendenz ihrer verschiedenen persönlichen Herausforderungen. Es ist jedoch kritisch die Erlebnisse der Menschen in der Meditation in vordefinierte Kategorien zu pressen, die Forschungsergebnisse suggerieren. So hat sich z.B. gezeigt, dass halluzinogene Drogen, Extremsport und tiefe Zen-Meditation die gleichen Hirnströme auf manchen modernen Hirn-Scan-Geräten anzeigen. Das Erlebnis für die Person könnte jedoch nicht unterschiedlicher sein in der Bedeutung für die eigene Psyche/Seele/Geist. Im Moment (zumindest) ist die meditative Praxis in sich, für sich und mit sich selbst eben (noch) der einzige Weg zur nachhaltigen Transformation. Dies verändert den Menschen, der dann wiederum auch seine Welt verändern kann.

Es kommt uns ein wenig so vor wie Symptom- vs. Ursachenbehandlung. Vielleicht ändert sich dies noch eines Tages…aber solange dies so ist, empfehlen wir einfach mal mit 10 Minuten Meditation jeden Tag anzufangen und wenn die Reise einen packt gibt es viele tiefergehende Techniken (z.T. aus der Antike), die Menschen transformieren können.

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