Fiktion Traumjob?

SOULMASTERY

Warum ich (nicht) empfehle den Job (nicht) zu wechseln

Aus meiner Zeit im Angestelltenverhältnis erinnere ich mich noch sehr gut an das fortwährende Gejammer fast wirklich aller um mich herum (und mich damals mit eingeschlossen) über die nicht annehmbaren Rahmenbedingungen, Inhalte, Führungskräfte, Kantine, Unternehmenswerte, (nicht erhaltenen) Beförderungen und Gehaltserhöhungen. Im Nachhinein muss ich feststellen, dass die Jammermentalität insbesondere dort hoch ist, wo die Arbeitsinhalte möglichst fern einer oberflächlichen Vorstellung von Erfüllung liegen. Ich kann vermuten, dass der eine oder andere Leser sich persönlich hier auch ggf. wiederfinden kann, oder zumindest Menschen kennt, auf die diese Beschreibung zutrifft. Das Phänomen ist anscheinend weit verbreitet und bereitet vielen Menschen Kummer, Sorgen, Druck und Enttäuschung. Doch wie konnte es für so viele Menschen soweit kommen?

Um das etwas bildlicher zu gestalten, erinnern wir uns doch mal an unsere Kindheit. Soweit ich mich erinnern kann, war da fast kein Kind mit dem Wunsch dabei ein Banker oder Versicherungsvertreter zu werden. Bei den Spielen im Kindergarten will der Max schon mal Busfahren werden, die Laura wäre gerne Krankenschwester und der Ben liebäugelt mit der Feuerwehr. Kaum ein Kind kommt auf die Idee die anderen Kinder um ihr Taschengeld zu bringen, damit Zinsen zu verdienen und den Sandkasten zu kaufen, um den wieder an den Kindergarten über einen Sale-Lease-Back Vertrag profitbringend zu verpachten. Noch hat sich das Ego nicht ganz ausgebildet, die Prägungen des Geldes und des Prestiges garniert mit den Neurosen der Eltern sind erst noch im Anflug.

I’m on the pursuit of happiness. I know everything that shines ain’t always gold. I’ll be fine once I get it, I’ll be good. – Kid Cudi

 

Einige Jahre später ist dann der Sandkasten die Cafeteria eines Konzerns X. MaxLaura und Ben unterhalten sich hier bei einem überteuerten Cappuccino (für Laura mit Hafermilch – weil Vegan; für Max mit Sojamilch, da Laktoseintolerant und für Ben mit einem dreifachen Espresso, da notorisch übermüdet, weil Arbeitstier) über die eingangs erwähnten Unannehmlichkeiten des Lebens. Nach ihren jeweils hastig und mit sehr guten Noten abgeschlossenen Studiengängen der (mit Vorliebe internationalen) BWL, fühlen sich die drei nach den ersten Jahren im Hamsterrad wie im falschen Film.

Max hat längst vergessen, wie viel Spaß ihm das Busfahren im Sandkasten gemacht hat und steht jeden Tag in seinem geleasten BMW X2 im trendigen grau jeweils 45 Minuten im Stau zu und von der Arbeit. Ungeachtet dessen, dass die Fahrt im ÖPNV schneller gehen würde, fällt ihm nicht im Traum ein sich in den Bus zu quetschen, den sein inneres Kind noch gerne fahren würde. An seinem Soja-Cappuccino schlürfend, fällt ihm natürlich nicht ein, dass die Diskrepanz zwischen den Sehnsüchten seines inneren Kindes und seiner gelebten Realität für körperliche Fehlfunktionen verantwortlich sein könnten und in Intoleranzen, Neurodermitis und Verspannungen münden.

Laura, die sich gerne auf ihren “CO2-neutralen” Fernreisen mit dem Luxuskreuzfahrtschiff über die globalen Missstände des Fleischverzehrs aufregt, hat auch längst ausgeblendet, dass sie sich eigentlich lieber um bedürftige Menschen, statt Excel Makros kümmern würde. Ihre Empathie mündet nun in den vermeintlichen Tierschutz. Sie kann jedem genau vorrechnen, wieviel Liter Trinkwasser jeder Burger kostet, aber kann sich selbst nicht erlauben ihre kranke Oma öfters zu besuchen, denn die Pilates-Stunde und GNTM/DSDS/Bachelor-Mädels-Runde muss schließlich auch mal sein.

Ben lebt am Limit – am Limit seines Körpers. Jeder der nicht mindestens 12 Stunden am Tag arbeitet, ist für Ben ein Looser, da von “nichts kommt nichts”. Er sieht sich als “firefighter” und holt gerne die “Kartoffeln aus dem Feuer” des ihm jeweils übertragenen Projekts. Natürlich geht Ben auch ins Fitnessstudio, hat eine Freundin, eine Geliebte, zwei Autos und ist Mitglied im Lions Club. Den dreifachen Kaffee merkt nicht mehr so richtig, ebenso wenig wie seinen einstigen Wunsch wirklich bei der Feuerwehr zu arbeiten. Menschen, die in der freiwilligen Feuerwehr aktiv sind, sind für ihn Bauer und Plebejer, das Wort hat er sich aus Sach- und Fachliteratur gezogen, von der er jeden Monat mindestens ein Buch sich reinwürgt. Denn alle erfolgreichen Menschen lesen im Schnitt mindestens ein solches Buch im Monat, sagt eins seiner Idole auf LinkedIn – und Bens zweiter Vornamen ist quasi Erfolg bzw. “hätte-gerne-Erfolg”.

Sollen die drei Freunde von der “Tanke” nun ihren (eigentlich verhassten) Job an den Nagel hängen und sich ihrer Kindheitsträume besinnen? Führt der Weg zur Erfüllung und Glückseligkeit weg vom 3,50€ Hafermilch-Cappuccino? Ist der Sinn im Leben nur in der Gewöhnlichkeit der Dinge zu finden (wie uns das Zen schon mal suggeriert)?

 Die Antwort ist ein klares JEIN!

Warum empfehle ich also den Job (nicht) zu wechseln?

Wenn man sich etwas mit der fernöstlichen Philosophie und Lebensweise beschäftigt begegnet einem oft dieser Hinweis: “Qualität der Erfüllung im Job und nicht durch den Job suchen und finden!”

Good news first: Der Traumjob ist eine übertragbare Eigenschaft. Leider liegt die Krux darin, dass nicht jeder es auf diese Weise für sich entdecken kann, daher kann man sich dem Thema meiner Erfahrung nach auch von zwei Seiten nähern. Wie so oft ist auch hier die “verdammte” Bewusstheit der entscheidende Faktor, der zur einer Selbstbeurteilung herangezogen werden sollte bei der Wahl zwischen:

  1.  Job-Wechsel-Route: Qualität des Traumjobs durch “Probieren” suchen und finden.
  2. Mindset-Evolution in sich anstoßen und die Qualität im Job finden.

Das wichtigste Vorweg: beides kann ans Ziel führen und jeder Pfad hat seine Tücken und Chancen.

#choices

Folge ich Pfad Nr. 1, muss ich auch wirklich (aus)probieren! Es reicht nicht die gleiche Rolle bei verschiedenen Wettbewerbern auszuüben. Da kann man ggf. “Glück” mit den Menschen haben, aber auch die zwischenmenschliche Umwelt hängt letztendlich zu einem großen Teil von meiner eigenen inneren Einstellung ab. Ich muss also verschiedene Talente meines Wesens durchprobieren und mutig sein, rotieren, Rückschritte im monetären Bereich akzeptieren können und ggf. meinen CV im Hinterkopf behalten, um die Erfahrungen zu einem “Allrounder”-Paket schnüren zu können, denn zu viele Unternehmen und Personaler schauen immer nur noch auf den CV mangels eigener Bewusstheit und damit nicht vollständig verfügbarer Intuition und Empathie für den Menschen, der sich hinter dem CV verbirgt. Diese beiden Faktoren (Intuition & Empathie) sind aber unabdingbar, wenn man einen Kandidaten einschätzen möchte. Der CV ist in vielen (insb.) BWL Rollen nichtssagend in Bezug auf die Eignung des Kandidaten für die Rolle. Ich habe selbst sehr viele Menschen in meiner Laufbahn für verschiedene Rollen interviewed, wurde für verschiedene Rollen selbst interviewed und habe dutzende Menschen eingestellt – alles mit unterschiedlichem Erfolg natürlich. Der “Erfolg” hing da schon sehr von meiner Fähigkeit ab, mich selbst in der jeweiligen Situation zu erkennen. Dies entschied darüber, ob ich einem “Bias”, einer Wahrnehmungsverzerrung (ach ich liebe die Deutsche Sprache) verfiel und die Einstellung aus Ego-Gründen, Angst oder Verzweiflung vornahm oder aus einem guten Bauchgefühl und einem passenden zwischenmenschlichem “fit” heraus. Wurde ich interviewed, so war ich derjenige, der entweder authentisch rein ging und dann den “passenden” Job bekam, oder eben an einem “Maskenball” teilnahm. Und selbst wenn ich die Unbewusstheit und Verblendung durch das Ego desjenigen, der mich interviewte zur Nutze machte und den Job aufgrund seines “Biases” für meine Angepasstheit an seine Schwächen bekam, wurde ich noch viel weniger glücklich und litt unter den Konsequenzen der Tatsache, dass ich nicht authentisch sein konnte, da meine Maske erwartet wurde und nicht das wahre “ich”. Wie man sieht, braucht es auch entlang dieser Route eine gewisse Bewusstheit für sich selbst. Jedoch kann man durch probieren und experimentieren (trial & error eben) die Rolle finden, die einem bestimmte Qualität abverlangt und es macht “klick”.

 “Alle 11 Minuten verliebt sich ein Mensch in seine Fähigkeiten…”

…DAS wäre doch mal ein Employer-Branding Slogan. Spaß beiseite, entlang der Route 1 kann ich meine Qualität tatsächlich entdecken und ggf. fördern und ausprägen, dann die Rollen suchen, die es mir ermöglichen diese Qualität noch intensiver einsetzen zu können und zu perfektionieren. Nach und nach macht mir dann die Arbeit sehr viel Spaß, gleichzeitig werde ich wesentlich sicherer, versierter und freudiger in der Anwendung meiner Talente. Nach einer Weile habe ich die Möglichkeit der Transferleistung. Ich kann diese Qualität, die meine Traumtätigkeit ausmacht in alles andere übertragen, was ich über den Tag tue. Egal was, die Qualität der Totalität, der Hingabe, der Liebe zum Tun kann mich überall begleiten.

“I start to think, and then I sink into the paper, like I was ink. When I’m writing I’m trapped in between the lines, I escape when I finish the rhyme.” – Rakim

Entlang der Route Nr. 2 steuere ich auch den eben beschriebenen Hafen der Erfüllung an, habe jedoch den “Vorteil”, dass ich direkt in mich selbst investieren kann. Ich gehe keinen Umweg und baue meine Bewusstheit jobunabhängig für mich auf. Ich steigere mein Verständnis davon wer ich bin und was ich will. Ich lerne für mich zu verstehen, welche meiner Eigenschaften mir im Alltagseinsatz am meisten Freude, Befriedigung und Erfüllung bereiten (könnten). Es ist nämlich weder das Produkt, noch die Mission, noch das 5-jahres-Ziel, was unser Leben lebenswert macht. Es ist der heutige Tag, die jetzt vor mir liegende Aufgabe, die mein Leben letztendlich ausmacht und langfristig ausmachen wird. Wenn ich einen Lamborghini mag, so wird es mir kurzfristig so vorkommen, als fände ich es geil die Buchhaltung in dem Konzernteil von Audi zu machen, aber wenn ich die Qualitäten, die für diese Rolle erforderlich sind nicht gerne einsetze, oder gar nicht habe, wird mein Leben mir wie die Hölle auf Erden vorkommen (zumindest mittelfristig).

Route 2 bietet mir die Chance direkt an dem Kern des Themas zu arbeiten. Leider ist das ein steiniger Weg, der einiges an Resilienz und Reflektion erfordert. Je nach meiner aktuellen Umwelt, kann dieser Weg auch tatsächlich zunächst verbaut sein und muss mühsam freigelegt werden. Zeit für die Introspektion muss geschaffen werden, die wichtigen Fragen müssen konfrontiert werden. Das Weglaufen in Form von Konsum, Entertainment und Reisen müssen als solche ehrlich und schonungslos vor sich selbst erkannt werden.

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Nun habe ich öfters das Wort Qualität verwendet und dies auch noch in zwei Zusammenhängen. Zu einem und wie gerade ausgeführt, ist es meiner Erfahrung nach wichtig die Qualität(en) zu finden, die ich gerne nutze – bspw. könnte es eins/mehrere davon sein: Analyse; Recherche; Design; Zusammenstellung; Organisation; Sprechen; Zuhören; Rechnen; Programmieren; Präsentieren; Schulen; Lernen;…..

Zum anderen ist es die Qualität mit welcher ich die Aufgabe angehe. Beide hängen zugegebenermaßen insbesondere in den niedrigeren Sphären der Bewusstheit zusammen – also am Anfang des persönlichen Weges der Transformation.

Am Beispiel des vermeintlichen Traumjobs lässt sich das alles bisher dargelegte vielleicht etwas besser greifen – Stellen wir uns nun vor, dass ich gerne Layout mache. Jetzt habe ich einen Job gefunden (Route 1), indem ich meine Vorliebe zum Layout regelmäßig einbringen kann. Ganz konkret stellen wir uns vor, dass ich für eine Agentur arbeite, die PowerPoint Präsentation für verschiedene Kunden nach Vorgaben erstellt. So habe ich Content, den ich ggf. noch zusammenfassen, etwas strukturieren und dann hübsch verpacken darf. Auf das “Verpacken” entfällt ein größerer Teil meiner täglichen Tätigkeiten, mit all den Vor- und Nachteilen, die diese Aufgabe mit sich bringen kann. Jeden Tag gehe ich ins Office, oder arbeite von daheim und kann meine Vorliebe und ggf. Talent für das Layouten nutzen. Es fällt leicht zu verstehen, dass ich die Arbeit gerne mache und mich sogar darauf freuen kann. Nun fällt es mir leicht in den “Flow” zu kommen und auch konzentriert, schnell und mit hoher Qualität zu liefern. Je nach meinen vertraglichen Umständen kann ich sogar mehr Geld verdienen, als zuvor, da ich meine Arbeitszeit wirklich effizient nutze und weniger abgelenkt bin, weniger Ablenkung suche (ob bewusst oder unbewusst). Es fällt auch auf, dass ich weniger Freizeitkompensation brauche. Das bedeutet nicht, dass ich nicht gerne frei von der Arbeit habe und auch einfach mal nichts mache, oder Sport, oder irgendein anderes Hobby. Vielmehr bedeutet dies geringeren Konsum und damit verbundene Ausgaben, da ich nicht mehr das Gefühl habe meine wertvolle Lebenszeit im Büro verschwendet zu haben und diese auf Teufel komm raus im Konsum kompensieren muss, sondern habe das Gefühl etwas erschaffen zu haben, was mir Freude bereitet hat. Ich konnte meine Kreativität nutzen.

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Erinnern wir uns doch kurz wieder an Max, der das Talent zum Busfahren im Kindergarten intuitiv gespürt hatte. Warum geht Max dem nicht nach? Auch nach einem Studium ist der Quereinstieg in der Praxis problemlos möglich.

Es gibt aus seiner aktuellen “3,50€-Cappuccino-Sichtweise” natürlich nicht genug Geld für die eingesetzte Zeit. Das ist der Gedanke von jemandem, der noch nie Befriedigung durch die eigene Tätigkeit vollends geschmeckt hat. Dies sind Argumente des Verstandes, der sich natürlich nur an gewohnten Mustern orientieren kann und da schlägt die gut gepflegte Konditionierung zu mit Prestige und Geld. Klar hat Max sich mittlerweile einen Lifestyle zugelegt, der für ihn bedeutend ist, da er sein vordergründiges Ego, seine Persona ausmacht. Diese Persona wird durch die Außenwahrnehmung seines Umfeldes bestimmt. Das ist auch der Grund für die zuvor erwähnten Eskapaden von Ben. Hat man sich selbst noch nicht gefunden, muss man sich ja auf irgendetwas verlassen, um sich selbst zu definieren. Die Umwelt ist da natürlich keine so abwegige Sache – “the next best thing” quasi. Leider bleiben viele bei diesem Stadium der Entwicklung stehen und laufen diese “Penrose”-Treppe der Eitelkeiten, des Konsums und der Fremdbestimmtheit bis ins Grab immer wieder ab.

Bevor ich also voreilige Schlüsse ziehe und mich in eine Selbstständigkeit stürze, meinen Job aus einer Laune heraus kündige, oder mit Mitte 30 die Idee fasse Pro-Gamer zu werden, weil das scheinbar meine einzige, auf Anhieb und ohne viel Mühe der Introspektion gefundene, Leidenschaft ist, möchte ich zum Abschluss – quasi als “Zugabe” – noch eine kleine Geschichte teilen, die m.E. gut zu dem Thema passt:

Eine alte Zen-Überlieferung berichtet von einem Hund und einem Wolf, die sich am Rande einer Steinzeitsiedlung der Menschen treffen. Es ist eine klare Nacht. Der Hund patrouilliert rund um die Siedlung und trifft dort auf einen herumwandernden Wolf. Die beiden schauen sich an und stellen fest, dass sie sich sehr ähnlich sehen, aber doch unterschiedlich sind.

Während der Hund in dem Wolf einen gewissen Glanz sieht, eine majestätische Präsenz, den Duft der Freiheit, bemerkt er auch, dass der Wolf mager ist und sein Fell beim näheren Hinsehen nicht den besten Zustand aufweist. Der Wolf dagegen sieht, dass der Hund wohlgenährt ist, sein Fell ist gepflegt und glänzend.

Während die beiden sich so über ihr Leben austauschen, erzählt der Wolf dem Hund von der unbegrenzten Freiheit des Waldes, von seinem wilden Leben voller Abenteuer und Gefahren – die Bären, die Jäger, die Fallen, der Hunger… Der Hund erzählt dem Wolf, wie er in der Siedlung lebt, dass er eine schöne Hütte hat, in der er lebt, dass er regelmäßig gefüttert wird und gestreichelt wird und dass er die Siedlung bewachen muss.

Der Wolf bemerkt eine Stelle am Genick des Hundes, die sehr kurze Haare aufweist und spricht den Hund noch darauf an, bevor er in den Wald wieder verschwinden will. Der Hund erläutert, dass dies vom Halsband kommt, den die Menschen ihm öfters um legen und ihn dann anleinen. Der Wolf ist sichtlich verwirrt von dieser Antwort und verschwindet im Wald.

Der Hund kehrt in den Morgenstunden in seine Hütte zurück, aber kann sein gewohntes Nickerchen nicht machen. Der Wolf geht ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf. Dieser Glanz, dieses Feuer in den Augen, dieses Abenteuer….Tage vergehen und der Hund kommt nicht zur Ruhe. Er hört den Ruf der Freiheit. So ist es irgendwann wieder mal Nacht und der Hund darf um die Siedlung patrouillieren. Nach dem die Menschen alle schlafen gegangen sind, fasst der Hund all seinen Mut und beschließt dem Leben im Dorf den Rücken zuzukehren und es dem Wolf gleich zu tun und in der Wildnis frei und majestätisch zu sein. Er rennt in den Wald und rennt und rennt. Er rennt solange geradeaus, dass er nicht mehr weiß wo er ist und wie er zurück kommt. Es ihm aber auch egal, er ist euphorisiert von der Freiheit. Der Waldgeruch in der Nase verleiht ihm den wolfsähnlichen Glanz, der ihn immer weiter trägt.

Plötzlich erfährt der Hund einen gewaltigen Hieb und fliegt tot ins Gebüsch. Ein Bär hat dem unbewusst agierenden und daher lauten Hund aufgelauert und hat den gut gefütterten Waldfremdling für einen Snack ausgewählt. So endet die Geschichte des Hundes…

 Und die Moral von der G’schicht?

Man kann ein Hund sein, oder ein Wolf. Wichtig ist es sich selbst zu erkennen. Kennt man sich nicht, kann man als Wolf schon mal die Wärme und Sicherheit des Dorfes anziehend finden. Ist man ein Hund, kommt einem die Freiheit der Wildnis verlockend vor. Ein Hund ist nicht weniger als ein Wolf und ein Wolf ist nicht mehr als ein Hund im Rahmen dieser Existenz. Wir werten, interpretieren und projizieren fortlaufend gelernte und einprogrammierte Verhaltensmuster. Dies sind die Filter unserer Realität, die uns davon abhalten die Welt so zu sehen wie sie ist und viel wichtiger uns selbst so zu erkennen wie wir sind, mit unseren Leidenschaften, Talenten, Qualitäten – unserer Individulität eben.

“Remind yourself, nobody built like you. You design yourself” – Jay-Z

Wenn Du Dich Deinem Selbst nähern möchtest und den Weg der Meditation probieren willst, nimm ab dem 9.7. völlig kostenlos und unverbindlich an unserer 21-Tage-YouTube-Challenge teil. Link zum Erklärungsvideo und Kanal unter www.soulmastery.de/video 😉🎥🧘🏽‍♂️

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