[:de]
Leistungsbereitschaft

Effizient durch Bewusstheit

SOULMASTERY

Stress und das Gefühl der Überwältigung durch unsere täglichen Aufgaben scheint fast schon zur Normalität geworden zu sein. Effizienzsteigerung und Konzentrationsfähigkeit sind daher hoch im Kurs. Life-Hacks und Gadgets, die einen Zugewinn in diesen Bereichen versprechen, sind sehr beliebt. Diese “Tools” setzen in der Regel bei den Symptomen an und können wenn, dann nur kurzfristig entlasten.

Ablenkung ist eine der wichtigsten Ursachen für mangelhafte Effizienz. Viele machen neuen Medien und die  Technik für die Ablenkung verantwortlich. Social Media und Produktivitätstools wie z.B. Slack, E-Mail und Benachrichtigungen im Allgemeinen werden zum Sündenbock. Die Schuld ist allerdings (wie so häufig) nicht im Außen zu suchen. In unserem Inneren verstecken sich sogenannte “Trigger”, die uns aus der Erledigung einer Aufgabe hinausbegleiten. Die modernen Medien sind nur willkommene Projektionsflächen für unsere Flucht aus einer unbequemen Situation.

soulmastery meditation4business workasmeditation

Die Ablenkung wird tatsächlich durch interne Trigger verursacht. Wenn wir uns gestresst fühlen, oder wenn wir uns einsam, unsicher, ängstlich, müde fühlen, suchen wir nach psychologischer Entlastung von diesen Unannehmlichkeiten in unseren Köpfen, in etwas, was wir mit unserem Körper machen. Wir gehen und checken unser Handy. Wir machen etwas mit der Technologie, um dieses Unbehagen zu lindern und lenken uns lieber ab, um uns der Unannehmlichkeit nicht stellen zu müssen. Wenn wir nicht grundsätzlich verstehen, wie wir mit diesem Unbehagen umgehen sollen, werden wir uns immer von etwas ablenken lassen.

Jeder Ablenkung geht ein Gefühl des Unbehagens voraus.

Wir können nicht kontrollieren, welche Gedanken und Gefühle in uns aufkommen. Wir können jedoch beeinflussen, wie wir mit diesen umgehen. Gefühle sind stets in uns vorhanden. Wir sind nur in aller Regel mit unserer Konzentration soweit im Außen, dass wir den konstanten Strom an Gefühlen nicht registrieren. Unsere Bewusstheit ist nicht ausreichend, um die Ablenkung zu registrieren und so machen wir die Technik als unmittelbare Ursache aus.  Sie ist aber nur eine Hilfe für unseren “Körper-Geist”, der sich gerne von Dingen ablenken lässt, die in uns unangenehme Gefühle verursachen.

soulmastery Julia Merkt

Wie Meditation dabei helfen kann effizient Aufgaben zu erledigen &  Konzentration aufrecht zu erhalten

Meditation liefert uns die Möglichkeit unsere Bewusstheit zu entwickeln, indem wir lernen uns selbst, unsere Gedanken und Gefühle wertungsfrei zu beobachten. Durch eine stärker ausgeprägte Beobachtungsfähigkeit können wir unbewusste Verhaltensweisen, Gedanken und Gefühle in unser Bewusstseinsfeld rücken.

Wenn wir an unserer Bewusstheit arbeiten, ist es uns möglich das Aufkommen der (unangenehmen) Gefühle während der Erledigung einer Aufgabe frühzeitig zu erkennen, bevor uns diese zu einer Ablenkung drängen. Wir können registrieren, ob ein Verhaltensmuster als “leading indicator” einer Ablenkung unmittelbar vorhergeht (z.B.: Zucken in einem Körperteil oder ein bestimmtes Gefühl in der Magengegend).  Haben wir das Gefühl erkannt und ggf. im Körper lokalisiert, können wir lernen damit umzugehen, ohne diesem Nachzugehen oder es zu unterdrücken. Meditation hilft uns auch dabei in ein Gefühl rein zu gehen und dieses in uns zu erforschen –  einfach mit diesem Gefühl zu sein und es zu beobachten.

Eine Möglichkeit damit umgehen zu können ist z.B. die “Blätter in einem Strom” Methode. Wenn du den internen “Auslöser” fühlst, und merkst, dass du dabei bist etwas zu tun, was du lieber nicht tun würdest, stelle dir vor, du sitzt neben einem sanft fließenden Strom. Dann stell dir vor, es gibt Blätter, die in diesem Bach an dir vorbei schwimmen. Platziere jeden Gedanken oder jedes Gefühl auf ein Blatt. Es könnte eine Erinnerung, ein Wort, eine Sorge, ein Bild sein. Und jedes dieser Blätter soll den Bach hinunterfließen und wegwirbeln, während du sitzt und zusiehst.

Die Ablenkung lauert auch zwischen den Vorgängen

Wie oft greifen wir zum Handy, wenn wir uns in einem kurzen Moment des “Nichtstuns” befinden? Sei es zwischen zwei Meetings, an einer Ampel, an der Bushaltestelle oder einfach beim Gehen – das Gerät zaubert sich fast unbemerkt (=unbewusst) in die eigene Hand und wir meinen etwas Wichtiges checken zu müssen (E-Mails, Nachrichten) oder fliehen einfach vor dem Alleinsein mit uns selbst in die Dopaminwelt des Social Media-Streams. Für viele Menschen sind hier bereits Gewohnheiten und ggf. sogar Abhängigkeiten entstanden, die eine bewusste Herangehensweise erfordern, um damit brechen zu können. Doch was hat das mit unserer Effizienz und Produktivität zu tun?

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir, wenn wir die Ablenkung “nur für eine Sekunde” ausführen, dies nicht dabei bleibt. Vielleicht tun wir sogar Dinge, die wir später bereuen, wie z.B. eine halbe Stunde auf Instagram zu verbringen oder während des Gehens/Fahrens mit dem Smartphone in der Hand einen Unfall zu erleiden. In einem durchgetakteten Arbeitstag mit einigen “back-to-back” Meetings, kann ein solches Transitionsverhalten zum kritischen Zeitfresser werden und uns die nötige Pause, oder den Slot für eine optionale Aufgabe kosten, die wir ggf. gerne für uns selbst ausgeführt hätten (wie z.B. eine Kurzmeditation, eine Achtsamkeitsübung oder einfach nur eine Unterhaltung mit einem Kollegen).

Die vielen Transitionsphasen zwischen Aufgaben und die Leerlaufphasen in unserem Alltag bieten uns eine Menge Raum für meditative Momente, in denen wir unsere Bewusstheit trainieren können, die wir wiederum bei der Erledigung unserer Aufgaben einsetzen können, um uns eben nicht ständig ablenken zu lassen.

Eine mögliche Herangehensweise an diese Transitions-Treiber ist z.B. die “zehn Minuten Regel“. Wenn ich mein Telefon also  als Ablenkung in einer Phase des Nichtstuns heranziehen möchte, da mir nichts Besseres einfällt, sage ich mir, dass es in Ordnung ist, nachzugeben, aber nicht jetzt. Ich muss nur zehn Minuten warten. Diese Technik hilft mir, mit allen möglichen Ablenkungen umzugehen, wie z.B. Social Media, etwas Ungesundes zu essen, wenn ich mich langweile, oder eine Episode XY auf Netflix zu sehen, wenn ich “zu müde bin, um ins Bett zu gehen”. Diese Regel lässt Zeit für ein “Surfen auf dem Trieb/Drang“: Wenn sich ein Drang einstellt, nehme ich die Empfindungen wahr und reite sie wie eine Welle. Ich drücke sie weder weg noch gebe ich ihnen nach. Diese Beobachtungshaltung erlerne ich in der Meditation. Jetzt hilft sie mir damit fertig zu werden, bis die Gefühle nachgelassen bzw. sich aufgelöst haben.

Das “Surfen auf dem Drang” und die “Blätter im Strom” sind beispielhafte Methoden, um unseren Verstand zu re-konditionieren. So können wir auf eine reflektierende und nicht auf eine reaktive Weise Befreiung von inneren Treibern finden. Bemerkenswert ist dabei, dass, wenn wir sanft auf negative Emotionen achten, sie sich eher auflösen. Tun wir das gleiche mit positiven Emotionen, tendieren diese dazu sich in uns auszuweiten.

 Wir müssen daran arbeiten unsere Gefühle zu erkennen und lernen mit diesen auf eine gesunde Art und Weise umzugehen, anstatt uns von externen Geräten und anderen Symptombehandlungen abhängig zu machen.

soulmastery.de meditation manager gehirn technik scan

Aufmerksamkeit und Bewusstsein

Meditation wird oft mit Konzentration in Verbindung gebracht. Während unsere Konzentrationsfähigkeit durch Meditation trainiert wird und durchaus steigen kann, ist Konzentration nicht mit Meditation gleichzusetzen.

Wann immer wir unsere Aufmerksamkeit auf etwas richten, dominiert es unsere bewusste Erfahrung. Gleichzeitig können wir uns aber auch allgemein über die Dinge im Hintergrund im Klaren sein. Zum Beispiel, im Moment ist deine Aufmerksamkeit auf das gerichtet, was du liest. Gleichzeitig sind dir aber auch andere Eindrücke, Geräusche, Gerüche und Empfindungen in der Peripherie bewusst.

In jedem Moment verteilt unser Bewusstsein seine Kapazität auf diese beiden Prozesse. Deshalb gilt: Je stärker unser Fokus auf etwas, desto schwächer unser Bewusstsein für die Welt in und um uns und umgekehrt. Diese optimale Balance zwischen Aufmerksamkeit und Bewusstsein kann auch als Achtsamkeit bezeichnet werden.

Eine effektive Alternative zur Unterdrückung von Ablenkungen (z.B. resultierend aus den Gefühlen des Unbehagens) durch Disziplin ist es sich einfach ihrer bewusst zu bleiben.

Aus diesen Zusammenhängen resultiert, dass es zielführend ist das Bewusstsein dazu zu nutzen die Prozesse  und Vorgänge in uns zu identifizieren, die uns zur Ablenkung führen. Zu Beginn wirst du sie vielleicht erst bemerken, wenn sie bereits geschehen sind. Aber wenn sich deine mentalen Fähigkeiten (durch meditative Praxis) entwickeln, wirst du diese Vorgänge in dir allmählich immer früher erkennen. Wenn du also (ggf. mit etwas Übung) den Beginn einer Ablenkung erkennst, verweile zunächst mit deiner Bewusstheit bei dem Gefühl und beobachte es. Du kannst es auch in deinem Körper lokalisieren und mit deiner Intention zu seinem Kern vordingen, bis es sich auflöst. Lenke danach deine Aufmerksamkeit sanft, aber bewusst zurück auf die vorliegende Aufgabe. Mit etwas Übung gelingt dies immer schneller und nach einer Weile wird es dir sogar möglich sein beides zu parallelisieren und im Inneren, sowie im Außen zugleich mit der Bewusstheit präsent zu sein.

Alles, was wir tun, ist viel komplexer als die singuläre Aufgabe, auf die wir uns derzeit konzentrieren.

Jede unserer Handlungen wird immer in einen Kontext und eine Umgebung eingefügt, und unsere Entscheidungen werden ständig von unseren Gedanken, unseren Empfindungen und unseren Emotionen beeinflusst. Daher ist Produktivität keine Frage der Kontrolle, sondern eine Frage des Bewusstseins, und der Möglichkeiten, die sich uns eröffnen, sobald wir weiter und tiefer im Inneren und auch im Außen “sehen” können.

SoulMastery Blog Warum gehen wir nicht einfach der Tätigkeit nach, die uns erfüllt

Gerne kannst du sofort damit beginnen deine Bewusstheit zu entwickeln. Eine Sammlung praktischer Übungen findest du hier. Falls Du noch Fragen hast, haben wir hier ein kleines FAQ mit den 3 häufigsten Fragen rund um das Thema Meditation zusammengestellt.

Du kannst auch gerne direkt in Kontakt mit uns treten, oder uns eine Email schreiben.

Weitere Artikel findest Du in unserem Blog.

[:en]
Leistungsbereitschaft

Effizient durch Bewusstheit

SOULMASTERY

Stress und das Gefühl der Überwältigung durch unsere täglichen Aufgaben scheint fast schon zur Normalität geworden zu sein. Effizienzsteigerung und Konzentrationsfähigkeit sind daher hoch im Kurs. Life-Hacks und Gadgets, die einen Zugewinn in diesen Bereichen versprechen, sind sehr beliebt. Diese “Tools” setzen in der Regel bei den Symptomen an und können wenn, dann nur kurzfristig entlasten.

Ablenkung ist eine der wichtigsten Ursachen für mangelhafte Effizienz. Viele machen neuen Medien und die  Technik für die Ablenkung verantwortlich. Social Media und Produktivitätstools wie z.B. Slack, E-Mail und Benachrichtigungen im Allgemeinen werden zum Sündenbock. Die Schuld ist allerdings (wie so häufig) nicht im Außen zu suchen. In unserem Inneren verstecken sich sogenannte “Trigger”, die uns aus der Erledigung einer Aufgabe hinausbegleiten. Die modernen Medien sind nur willkommene Projektionsflächen für unsere Flucht aus einer unbequemen Situation.

soulmastery meditation4business workasmeditation

Die Ablenkung wird tatsächlich durch interne Trigger verursacht. Wenn wir uns gestresst fühlen, oder wenn wir uns einsam, unsicher, ängstlich, müde fühlen, suchen wir nach psychologischer Entlastung von diesen Unannehmlichkeiten in unseren Köpfen, in etwas, was wir mit unserem Körper machen. Wir gehen und checken unser Handy. Wir machen etwas mit der Technologie, um dieses Unbehagen zu lindern und lenken uns lieber ab, um uns der Unannehmlichkeit nicht stellen zu müssen. Wenn wir nicht grundsätzlich verstehen, wie wir mit diesem Unbehagen umgehen sollen, werden wir uns immer von etwas ablenken lassen.

Jeder Ablenkung geht ein Gefühl des Unbehagens voraus.

Wir können nicht kontrollieren, welche Gedanken und Gefühle in uns aufkommen. Wir können jedoch beeinflussen, wie wir mit diesen umgehen. Gefühle sind stets in uns vorhanden. Wir sind nur in aller Regel mit unserer Konzentration soweit im Außen, dass wir den konstanten Strom an Gefühlen nicht registrieren. Unsere Bewusstheit ist nicht ausreichend, um die Ablenkung zu registrieren und so machen wir die Technik als unmittelbare Ursache aus.  Sie ist aber nur eine Hilfe für unseren “Körper-Geist”, der sich gerne von Dingen ablenken lässt, die in uns unangenehme Gefühle verursachen.

soulmastery Julia Merkt

Wie Meditation dabei helfen kann effizient Aufgaben zu erledigen &  Konzentration aufrecht zu erhalten

Meditation liefert uns die Möglichkeit unsere Bewusstheit zu entwickeln, indem wir lernen uns selbst, unsere Gedanken und Gefühle wertungsfrei zu beobachten. Durch eine stärker ausgeprägte Beobachtungsfähigkeit können wir unbewusste Verhaltensweisen, Gedanken und Gefühle in unser Bewusstseinsfeld rücken.

Wenn wir an unserer Bewusstheit arbeiten, ist es uns möglich das Aufkommen der (unangenehmen) Gefühle während der Erledigung einer Aufgabe frühzeitig zu erkennen, bevor uns diese zu einer Ablenkung drängen. Wir können registrieren, ob ein Verhaltensmuster als “leading indicator” einer Ablenkung unmittelbar vorhergeht (z.B.: Zucken in einem Körperteil oder ein bestimmtes Gefühl in der Magengegend).  Haben wir das Gefühl erkannt und ggf. im Körper lokalisiert, können wir lernen damit umzugehen, ohne diesem Nachzugehen oder es zu unterdrücken. Meditation hilft uns auch dabei in ein Gefühl rein zu gehen und dieses in uns zu erforschen –  einfach mit diesem Gefühl zu sein und es zu beobachten.

Eine Möglichkeit damit umgehen zu können ist z.B. die “Blätter in einem Strom” Methode. Wenn du den internen “Auslöser” fühlst, und merkst, dass du dabei bist etwas zu tun, was du lieber nicht tun würdest, stelle dir vor, du sitzt neben einem sanft fließenden Strom. Dann stell dir vor, es gibt Blätter, die in diesem Bach an dir vorbei schwimmen. Platziere jeden Gedanken oder jedes Gefühl auf ein Blatt. Es könnte eine Erinnerung, ein Wort, eine Sorge, ein Bild sein. Und jedes dieser Blätter soll den Bach hinunterfließen und wegwirbeln, während du sitzt und zusiehst.

Die Ablenkung lauert auch zwischen den Vorgängen

Wie oft greifen wir zum Handy, wenn wir uns in einem kurzen Moment des “Nichtstuns” befinden? Sei es zwischen zwei Meetings, an einer Ampel, an der Bushaltestelle oder einfach beim Gehen – das Gerät zaubert sich fast unbemerkt (=unbewusst) in die eigene Hand und wir meinen etwas Wichtiges checken zu müssen (E-Mails, Nachrichten) oder fliehen einfach vor dem Alleinsein mit uns selbst in die Dopaminwelt des Social Media-Streams. Für viele Menschen sind hier bereits Gewohnheiten und ggf. sogar Abhängigkeiten entstanden, die eine bewusste Herangehensweise erfordern, um damit brechen zu können. Doch was hat das mit unserer Effizienz und Produktivität zu tun?

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir, wenn wir die Ablenkung “nur für eine Sekunde” ausführen, dies nicht dabei bleibt. Vielleicht tun wir sogar Dinge, die wir später bereuen, wie z.B. eine halbe Stunde auf Instagram zu verbringen oder während des Gehens/Fahrens mit dem Smartphone in der Hand einen Unfall zu erleiden. In einem durchgetakteten Arbeitstag mit einigen “back-to-back” Meetings, kann ein solches Transitionsverhalten zum kritischen Zeitfresser werden und uns die nötige Pause, oder den Slot für eine optionale Aufgabe kosten, die wir ggf. gerne für uns selbst ausgeführt hätten (wie z.B. eine Kurzmeditation, eine Achtsamkeitsübung oder einfach nur eine Unterhaltung mit einem Kollegen).

Die vielen Transitionsphasen zwischen Aufgaben und die Leerlaufphasen in unserem Alltag bieten uns eine Menge Raum für meditative Momente, in denen wir unsere Bewusstheit trainieren können, die wir wiederum bei der Erledigung unserer Aufgaben einsetzen können, um uns eben nicht ständig ablenken zu lassen.

Eine mögliche Herangehensweise an diese Transitions-Treiber ist z.B. die “zehn Minuten Regel“. Wenn ich mein Telefon also  als Ablenkung in einer Phase des Nichtstuns heranziehen möchte, da mir nichts Besseres einfällt, sage ich mir, dass es in Ordnung ist, nachzugeben, aber nicht jetzt. Ich muss nur zehn Minuten warten. Diese Technik hilft mir, mit allen möglichen Ablenkungen umzugehen, wie z.B. Social Media, etwas Ungesundes zu essen, wenn ich mich langweile, oder eine Episode XY auf Netflix zu sehen, wenn ich “zu müde bin, um ins Bett zu gehen”. Diese Regel lässt Zeit für ein “Surfen auf dem Trieb/Drang“: Wenn sich ein Drang einstellt, nehme ich die Empfindungen wahr und reite sie wie eine Welle. Ich drücke sie weder weg noch gebe ich ihnen nach. Diese Beobachtungshaltung erlerne ich in der Meditation. Jetzt hilft sie mir damit fertig zu werden, bis die Gefühle nachgelassen bzw. sich aufgelöst haben.

Das “Surfen auf dem Drang” und die “Blätter im Strom” sind beispielhafte Methoden, um unseren Verstand zu re-konditionieren. So können wir auf eine reflektierende und nicht auf eine reaktive Weise Befreiung von inneren Treibern finden. Bemerkenswert ist dabei, dass, wenn wir sanft auf negative Emotionen achten, sie sich eher auflösen. Tun wir das gleiche mit positiven Emotionen, tendieren diese dazu sich in uns auszuweiten.

 Wir müssen daran arbeiten unsere Gefühle zu erkennen und lernen mit diesen auf eine gesunde Art und Weise umzugehen, anstatt uns von externen Geräten und anderen Symptombehandlungen abhängig zu machen.

soulmastery.de meditation manager gehirn technik scan

Aufmerksamkeit und Bewusstsein

Meditation wird oft mit Konzentration in Verbindung gebracht. Während unsere Konzentrationsfähigkeit durch Meditation trainiert wird und durchaus steigen kann, ist Konzentration nicht mit Meditation gleichzusetzen.

Wann immer wir unsere Aufmerksamkeit auf etwas richten, dominiert es unsere bewusste Erfahrung. Gleichzeitig können wir uns aber auch allgemein über die Dinge im Hintergrund im Klaren sein. Zum Beispiel, im Moment ist deine Aufmerksamkeit auf das gerichtet, was du liest. Gleichzeitig sind dir aber auch andere Eindrücke, Geräusche, Gerüche und Empfindungen in der Peripherie bewusst.

In jedem Moment verteilt unser Bewusstsein seine Kapazität auf diese beiden Prozesse. Deshalb gilt: Je stärker unser Fokus auf etwas, desto schwächer unser Bewusstsein für die Welt in und um uns und umgekehrt. Diese optimale Balance zwischen Aufmerksamkeit und Bewusstsein kann auch als Achtsamkeit bezeichnet werden.

Eine effektive Alternative zur Unterdrückung von Ablenkungen (z.B. resultierend aus den Gefühlen des Unbehagens) durch Disziplin ist es sich einfach ihrer bewusst zu bleiben.

Aus diesen Zusammenhängen resultiert, dass es zielführend ist das Bewusstsein dazu zu nutzen die Prozesse  und Vorgänge in uns zu identifizieren, die uns zur Ablenkung führen. Zu Beginn wirst du sie vielleicht erst bemerken, wenn sie bereits geschehen sind. Aber wenn sich deine mentalen Fähigkeiten (durch meditative Praxis) entwickeln, wirst du diese Vorgänge in dir allmählich immer früher erkennen. Wenn du also (ggf. mit etwas Übung) den Beginn einer Ablenkung erkennst, verweile zunächst mit deiner Bewusstheit bei dem Gefühl und beobachte es. Du kannst es auch in deinem Körper lokalisieren und mit deiner Intention zu seinem Kern vordingen, bis es sich auflöst. Lenke danach deine Aufmerksamkeit sanft, aber bewusst zurück auf die vorliegende Aufgabe. Mit etwas Übung gelingt dies immer schneller und nach einer Weile wird es dir sogar möglich sein beides zu parallelisieren und im Inneren, sowie im Außen zugleich mit der Bewusstheit präsent zu sein.

Alles, was wir tun, ist viel komplexer als die singuläre Aufgabe, auf die wir uns derzeit konzentrieren.

Jede unserer Handlungen wird immer in einen Kontext und eine Umgebung eingefügt, und unsere Entscheidungen werden ständig von unseren Gedanken, unseren Empfindungen und unseren Emotionen beeinflusst. Daher ist Produktivität keine Frage der Kontrolle, sondern eine Frage des Bewusstseins, und der Möglichkeiten, die sich uns eröffnen, sobald wir weiter und tiefer im Inneren und auch im Außen “sehen” können.

SoulMastery Blog Warum gehen wir nicht einfach der Tätigkeit nach, die uns erfüllt

Gerne kannst du sofort damit beginnen deine Bewusstheit zu entwickeln. Eine Sammlung praktischer Übungen findest du hier. Falls Du noch Fragen hast, haben wir hier ein kleines FAQ mit den 3 häufigsten Fragen rund um das Thema Meditation zusammengestellt.

Du kannst auch gerne direkt in Kontakt mit uns treten, oder uns eine Email schreiben.

Weitere Artikel findest Du in unserem Blog.

[:]
Menü