SoulMastery Blog Brexit Meditation

Was haben Brexit und Meditation gemeinsam?!

SOULMASTERY

Das wichtigste direkt vorweg – dies ist kein politisches Schriftstück! Der Brexit ist allerdings eine hervorragende Spiegelfläche für unser menschliches Verhalten, für unsere, durch Polaritäten verzerrte Wahrnehmung der vermeintlichen Realität. Die “Yogi-Teebeutel” Weisheit  – “Innen wie Außen” – bewahrheitet sich hier mal wieder auf eine interessante Weise. Das Innere der Menschen spiegelt sich doch immer wieder im äußeren Verhalten.

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Die uns umgebende Welt wird von uns ständig kategorisiert, damit wir mit der Vielfalt klar kommen können. So oder so ähnlich lautet die high-level Interpretation unseres Bewertungsapparates durch die Wissenschaft und Psychologie. Das gleiche Thema von der anderen Seite angenähert zeigt uns das philosophische Bild von Zen und Tao – wir sind schon alles, nur können wir es nicht erkennen. Wir können demnach die Realität nicht so sehen, wie sie wirklich ist und daher nicht die Freude und Glückseligkeit verspüren, die es in uns auslösen würde, wenn wir dazu kämen. Ebendiese Kategorisierungen verhindern dies.

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Kein Wunder also, dass wir die Realität nicht so sehen können, wie sie scheinbar wirklich ist, sind doch einige Filter im weg, die wir uns selbst durch unsere Kategorien schaffen. Allen voran ist unsere Einteilung in „gut“ und „schlecht“ sowie „positiv“ und „negativ“. Diese Grobkategorisierung beeinflusst maßgeblich unsere Wahrnehmung. Bevor man sich aber Gedanken darüber macht dies zu ändern oder ggf. ändern zu wollen, empfehle ich persönlich die Auswirkungen dieser Kategorien im Alltag einfach nur zu beobachten.

Die Beobachtung ist meiner Erfahrung nach unsere stärkste Kraft als Mensch. Durch unsere Fähigkeit der Beobachtung können wir Energie lenken. Hört sich verrückt an und aus der vermeintlich wissenschaftlichen Sicht ist das sicher auch komisch. In anderen Teilen unserer Erde ist dies jedoch etwas völlig Offensichtliches (z.B. im Tai Chi und Qi Gong). Wenn wir also die Beobachtungskraft auf eine uns innewohnende „Eigenschaft“ lenken, wie z.B. die Einteilung in „mag ich“ oder „mag ich nicht“, können wir viel mehr über uns selbst lernen, als wenn wir uns gewisse Dinge durch Willenskraft verbieten oder vermeiden.

Wir lernen etwas viel größeres – so z.B. dass in uns der Brexit fortwährend stattfindet. In einem Augenblick verspüren wir Freude und in einem anderen Augenblick sind wir von Trauer oder Zorn erfüllt. Morgens sind wir noch total liebevoll und abends gereizt und grantig. Jetzt schlägt der Verstand zu und verargumentiert dies natürlich vor uns selbst mit allerlei „Umständen“ und externen „Einflussfaktoren“. Diese sind natürlich auch da und wir leben nicht im luftleeren Raum, aber es ist eben unsere Reaktion und Bewertung dessen, was das Erlebnis ausmacht. Wir reagieren und können einen Vorsatz oder etwas was wir uns so fest noch am Morgen  vorgenommen hatten schon wenige Stunden später nicht mehr “halten”.

What do you really really want?

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Wer über das folgende Meme hier gut gelacht hat, als es über WhatsApp und Social Media die Tage die Runde machte, sollte sich selbst an der eigenen Nase fassen. Morgens nehme ich mir A vor nur um abends B zu machen. Jeder kennt das in Form von Vorsätzen oder Vorhaben für ein „besseres“ Leben oder Disziplin in Bezug auf „schlechte“ Angewohnheiten.

Da schließt sich auch langsam der Kreis zu der Manifestation von Dingen in unserer Realität, sowie die Formung dieser durch unsere Geisteskraft. Diese menschliche Fähigkeit wird ja seit jeher in antiken Schriften überliefert und findet sich in allerlei Religionen und philosophischen Richtungen. Das Buch und der Film „the secret“ haben das

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Thema vor einigen Jahren wieder aufgegriffen und es in einer recht säkularisierten Form wieder den breiten Massen zugänglich gemacht. Jetzt hat vielleicht der eine oder andere das Buch gelesen, oder den Film gesehen sich versucht an den Ratschlägen zu orientieren, aber es passierte nicht viel oder vielleicht sogar das Gegenteil.

Auch wenn ich kein großer Fan dieses Buches bin, sind die Kernbotschaften wertvoll:

  • Gedanken formen Realität
  • Wünsche und denke stets in positiver Formulierung, denn das Universum kennt kein „nicht“. Ersetze also „Ich will nicht mehr rauchen“ gegen beispielsweise „Ich werde gesund Leben“

Was so simpel klingt, kann eigentlich nicht funktionieren – sagt uns unser ausgeprägter und komplexer Verstand bzw. Eines unserer vielen Gehirne (ja, wir haben so einige, die wir als komplexes Gesamtwerk „Gehirn“ bezeichnen). Hier liegt einer unserer limitierenden Glaubenssätze – eine gute Lösung muss komplex sein. Neben dieser selbstauferlegten Beschränkung haben wir noch das kleine Thema der eben skizzierten innerlichen Inkonsistenz. Wer jetzt von sich selbst das Gegenteil meint zu glauben, ist herzlich eingeladen ein Selbstexperiment zu machen und sich selbst in einem eigenen „Vorsatz“ zu beobachten – sei es Essen (Menge/Qualität) oder Sport oder eine „Pflichtaufgabe“ rund um den Haushalt. Beobachtet euren Geist bei dem gemachten Vorsatz (wie gut sich das anfühlt) und dann kurz vor der Ausführung bzw. in dem Zeitrahmen, wenn die Ausführung naht (wie viel Lust ihr noch habt das Vorhaben umzusetzen). Schaut wie viele Ausreden der Verstand dann liefert und mit welchen Gefühlen das Unterbewusstsein das Bewusstsein versucht zu steuern.

Eine Zusammenfassung dieses Experiments kann man sich aus der eigenen „Lernzeit“ in der Schule oder Uni in Erinnerung rufen. Es fallen einem 1000 und ein Ding ein, die man unbedingt vor dem leidig gefordertem „Bulemielernen“ unserer Bildungseinrichtungen noch erledigen „müsste“. So sah meine Wohnung/Zimmer nie so sauber und ordentlich aus, wie in einer „Lernphase“.

Was ist also nun mit dem Brexit?

Würde das „Problem“ verschwinden, wenn nun alle Parlamentarier ab sofort nur noch meditieren würden, statt den ganzen Nonsens zu quatschen, den sie den lieben langen Tag von sich geben?

Meine persönliche Antwort ist natürlich ein klares „JA“, denn auch mein Verstand kategorisiert in diesem Augenblick Meditation als „gut“ und Politik als „schlecht. Ich bin mir in diesem Moment dessen bewusst. ?

Scherz beiseite – den Brexit zu beeinflussen ist derzeit nicht auf meiner persönlichen Agenda. Vielmehr möchte ich diese Gelegenheit nutzen und mich selbst bei dieser Tragikomödie daran erinnern, dass sich diese innerliche Zerrissenheit auch in mir selbst abspielt. Es ist diese Zerrissenheit, die mich daran hindert, meine Realität völlig ungehemmt zu Gestalten – denn es sind manchmal doch mehrere Strömungen in mir selbst vorhanden. Wie soll dann das Universum wissen, was ich will, wenn ich es untertags manchmal selbst nicht eindeutig weiß oder ändere?!

Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass Willenskraft in dieser Hinsicht nichts bringt. Sie bringt nur dann etwas, wenn man diese auf die Beobachtung lenkt. In andere Bahnen gelenkt führt sie zu noch mehr innerlichen Gespaltenheit durch Verdrängung und Unterdrückung statt Transzendenz. Der Kopf mag durch Disziplin in eine Richtung „ausgerichtet“ werden, dass Unterbewusstsein arbeitet aber ggf. dagegen und ist im Zweifelsfall die stärkere Kraft, hat sie doch die Gefühle und Hormone auf ihrer Seite. Auch wenn diese beiden „Sparringspartner“ gleichstark wären, gehen doch zwei Signale von uns an das Universum aus – welches soll es nehmen? Vermutlich das „positiv“ formulierte? Aber was, wenn es keine Wertung hat oder versteht? Spannende philosophische Frage….

Wenn wir also selbst nicht klar wissen, was wir an einem Tag wollen, wie können wir das von einem Land/Regierung erwarten, welches aus vielen Personen mit all ihren Filtern, Prägungen und Wertungen besteht?

Was hat es also mit Meditation zu tun?

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Meditation ist für mich das Beobachten meiner eigenen (zunächst) inneren Welt. Mit zunehmender Meditationspraxis habe ich die Fähigkeit ausgebildet und trainiert mich auf die Beobachtung zu fokussieren und einen Schritt „nach hinten“ bei der Betrachtung meiner Gedankenwelt tun zu können. So habe ich gelernt meine Gedanken wirklich anzuschauen und nicht mit diesen zu verschmelzen bzw. diesen nachzulaufen – was ich davor ständig gemacht habe, ohne mir dessen bewusst zu sein. So war ich stets im reaktiven Modus unterwegs und habe lediglich auf die Impulse von außen mit vorgefertigten Programmen und Glaubenssätzen reagiert – mag ich/mag ich nicht, passt in mein Weltbild/passt nicht usw.

Heute kann ich mich in vielen Fällen bereits entscheiden, ob ich der Handlungsempfehlung meines Unterbewusstseins folge, oder mich frei in dem Moment entscheiden kann auch mal was anderes zu tun, als mein Unterbewusstsein mir vorschlägt. Dies ist möglich, weil ich den „Vorschlag“ als solchen erkennen kann durch die erhöhte Bewusstheit/Achtsamkeit für mich selbst und meine Gedanken. Ich bin mit diesen Gedanken ein Stück-weit nicht mehr identifiziert. Sie gehören zu mir, aber sie machen mich nicht aus. Durch diese Handhabung eröffnet sich eine ganz neue Welt der Möglichkeiten. Das „Gehen mit dem Flow“ wird zugänglicher. Wenn ich im Moment bin, kann ich mit dem mitgehen was gerade ist und nicht alles planen, vorher bestimmen und durchstrukturieren. Es mag einen oder anderen erschrecken so zu leben, aber an diesem „Schrecken“ wird auch die Tiefe der aktuell vorhandenen Prägung bewusst. Da ist die Emotion, die die Kategorisierung den letzten Schliff gibt.

Durch diese Beobachtung in und (mit zunehmender Praxis) außerhalb der Meditation kann ich die mir innewohnenden Widersprüche erst erkennen und diese mit weiterer fortwährender Beobachtung transzendieren ohne eine Seite (die ich als vermeintlich „schlecht“ eingeordnet habe) zu unterdrücken. Ich kann mein Denken, Fühlen und Handeln immer mehr in eine Ausrichtung bringen. Durch die immer weiter abnehmende Gespaltenheit auch in Sachen Wertung und Polarität ist das Wachstum hin zu einer integrativen Sichtweise der Welt möglich (vgl. hierzu auch “Spiral Dynamics” Theorie). Erst durch die Beobachtung des eigenen Wesens kann ich mich in Relation zu meiner Umwelt setzen und dann auch wahrhaftig in Bezug zu anderen treten.

Realitätsaufbau mal anders

Auf dem folgenden Slide stellt der nicht unumstrittene Mark Passio sehr treffend die Bausteine zusammen, die zu der von uns erlebten Realität führen.

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Meditation in dem Kontext dieses Artikels ist im roten „Block“ „understanding“ zu sehen, da unsere Wahrnehmung durch einige Filter geformt wird (z.B. Kategorisierung und/oder z.B. nach E. Fromm: Sprache, Logik und Sozialisierung).

So kommen wir auch den antiken Sutras immer näher, die da beschreiben, dass alles schon ist (Tao/Zen) und wir schon praktisch „erleuchtet“ sind (was auch immer das heißen mag), nur dass wir dies nicht sehen können. Dieses „Knowledge“ (blauer Block) kann nur durch die Veränderung des Verständnisses (roter Block) zu einem anderen Erlebnis der „Realität“ führen (grauer Block).

Auf einen Nenner gebracht

Im Jargon gibt es ja schon den Begriff „Brexiten“/”Brexitieren” – sich verabschieden, ohne zu gehen. Während auch hier den meisten ein inneres Schmunzeln aufgeht, so ist das auch eine sehr gute Möglichkeit nach innen zu schauen und in uns zu beobachten wann wir A sagen und B machen. Wann wir am Morgen von A überzeugt sind und am Abend B für die ultimative Wahrheit halten und das auch vor uns selbst lückenlos rechtfertigen können. Ja genau, wir „fertigen“ uns die Realität „zu-recht“.

Aus der inneren Gespaltenheit entsteht oft Chaos – im Inneren und auch so beim Brexit.

Kleine Werbung in eigener Sache – mit Bezug zum Thema

In wenigen Tagen werden wir auf unseren Kanälen die Veröffentlichung des neuen Buches von Julia bekanntmachen: „Wer bin ich? – Die Suche nach mir selbst – Teil1: Fasten“. Während das Buch das Eigenexperiment des Fastens in allen Facetten beschreibt, ist dies auch ein offenes und brutal ehrliches Tagebuch über eben diese Inkonsistenzen in unserem Denken und Handeln innerhalb kurzer Zeiträume und die Auswirkung dieser auf das tägliche Leben in dieser Welt.

Das Fasten wirkt wie ein starkes Kontrastmittel und Julia bringt dies an ihrem Beispiel gnadenlos ans Tageslicht, wie der “Brexit am Teller” an einem Tag morgens noch gut und abends schon schlecht sein kann (oder umgekehrt, denn unser Verstand ist gerissen!).

Das Buch ist ab sofort online bestellbar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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